
Ich kann nicht wegsehen
Ein leckerer Geschmack, Gewohnheit, Bequemlichkeit, Faulheit, in der Gesellschaft, im Freundeskreis oder der eigenen Familie dazu gehören, meinen Kindern einmal einen echten Tiger zeigen können … NICHTS rechtfertigt es, Tiere einzusperren, auszubeuten und zu töten.
Wenn ich Menschen in die Augen sehe und erkenne, wie viel Mitgefühl und Liebe sie für Mitmenschen, ihre Haustiere oder von der Gesellschaft als „süß“ wahrgenommene Tiere empfinden, könnte ich weinen. Wieso hören diese tollen Eigenschaften auf einmal gegenüber anderen Spezies auf? Tun sie eigentlich gar nicht – und ich glaube, das sehen auch die meisten so. Ich glaube, wenn wir nicht nur den Tiger im Käfig, die hübsche Tasche oder das fertige, leckere Gericht sehen würden, sondern ständig auch das Leid dahinter – also wie es dazu kam und wie es den Tieren dabei erging –, würden viel mehr Menschen über eine (möglichst) vegane Lebensweise nachdenken. 🌱
Bitte seht euch das folgende Video (44:25 min) an und sagt mir, dass ihr nichts fühlt, wenn Clara das erste mal Regen spürt 🥹 (18:35 min). Als Kontrast dazu: die Schweine in der Massentierhaltung um Minute 25 herum…
„Ganz schön radikal, Leuten diese schrecklichen Bilder aufzuzwingen und sie von deiner Lebensweise überzeugen zu wollen. Lass doch jede*n so leben, wie er oder sie will … 😡“
Was wirklich radikal ist, ist das, was wir unserer Umwelt und anderen Lebewesen antun. 🤷♀️ Wer sich nicht damit auseinandersetzt, einfach wegschaut und das alles auch noch durch den eigenen Konsum unterstützt, ist ehrlich gesagt nicht viel besser als die Menschen, die letztendlich für die Umsetzung verantwortlich sind.
Ich will niemandem eine Lebensweise aufzwingen… ich würde aber schon am liebsten ALLE dazu zwingen nicht weg zu sehen. Ich bin viel zu spät erst vegetarisch und dann vegan geworden … weil ich genau solche Bilder ausgeblendet habe. Ich habe einfach nicht darüber nachgedacht, es ignoriert, abgeblockt. Leute, …ich bin soooo faul. Ich habe mich noch nie gern mit meiner Ernährung auseinandergesetzt – Unter anderem weil ich einfach nicht besonders gern koche. Ich fand das immer eher anstrengend als schön. Ich hab immer lieber einfach genossen, als mir Gedanken zu machen.
Ich wüüünschte, mich hätte früher jemand „gezwungen“, mich mit dem Thema besser auseinanderzusetzen – nicht für mich, sondern für sie: Die Lebewesen, die nicht für sich sprechen können und sich nicht einfach entscheiden können, faul oder ignorant zu sein. Wir Menschen sind Gewohnheitstiere – und ich als wirklich faule Maus kann euch sagen: Es ist alles machbar. Vielleicht am Anfang etwas unbequemer, aber solange im Hinterkopf bleibt, wofür bzw. für wen man das alles tut, ist es plötzlich gar nicht mehr schwer. 🫶 Tiere sind hier MIT uns… nicht FÜR uns.
Im folgenden Video bekommt ihr nicht einmal eine Schlachtung oder die Momente kurz davor zu sehen… Nur die Standard Massentierhaltung, wo der Großteil unserer tierischen Produkte her kommt…
„Naja… aber die werden ja extra dafür gezüchtet. Sind halt Nutztiere.“
Wenn wir Menschen extra züchten würden, um ihre Muttermilch zu klauen, die Kinder wegzunehmen und ihr Fleisch zu essen, wäre das dann okay? Oder ein bisschen weniger „extrem“ – Wären Hunde, Katzen oder Pferde, die extra für diese Zwecke gezüchtet werden okay? Es handelt sich in allen Fällen um fühlende Lebewesen, die ihre Familien lieben und vermissen, die Schmerzen spüren und Angst haben, die ganz eigene Chrakatere haben, Individuen sind. Nur weil wir etwas schon immer so gemacht haben und es sich dadurch für uns total normal anfühlt, ist es noch lange nicht richtig. 💔
Ein Schwein lebt nicht, um für uns Bacon zu werden, ein Huhn legt keine Eier, damit wir sie essen, ein Lamm… ein BABY sollte niemals unser Weihnachtsbraten sein und eine Kuh gibt keine Milch nur weil sie eine Kuh ist, sondern weil sie eine MUTTER ist.
„Es ist aber günstiger und es geht schneller tierische Produkte und Fleisch in den Alltag einzuplanen.“
Eine vegane Ernährung kann anfangs aufwendiger wirken, da man neue Produkte, Rezepte und Nährstoffe kennenlernen muss. Mit etwas Routine ist sie jedoch nicht grundsätzlich aufwendiger – besonders, wenn man auf einfache, unverarbeitete Lebensmittel setzt. Fertigprodukte, Lieferservices und Supermarkt-Angebote machen vegane Ernährung heute zudem viel leichter zugänglich als früher. Und ich schwöre euch, es gibt so geiles Essen, das nichts mit der Ausbeutung von Tieren zu tun hat, keine Leichenteile enthält und schnell und einfach umzusetzen ist.
💰 Zum Preis: Es stimmt leider tatsächlich, dass vegane Ersatzprodukte oft teurer sind als die tierischen Produkte… Hä, aber warum?! In Deutschland unterliegen tierische Produkte, wie Fleisch und Milch, dem ermäßigten Mehrwertsteuersatz von 7%. Pflanzliche Ersatzprodukte, wie Hafermilch oder Fleischersatz, werden hingegen mit dem vollen Satz von 19% besteuert … Trotzdem findet man aber auch günstige vegane Fertigprodukte, die teilweise sogar doch auch mal günstiger als tierische Produkte sein können. ☺️
Sich überwiegend von Fertigprodukten zu ernähren ist generell meist teurer und bestimmt nicht das gesündeste, geht aber dafür schnell… Das gilt sowohl für vegane als auch für nicht vegane Produkte. In beiden Fällen gilt es, sich zu informieren, auf Nährstoffe usw. zu achten, den Konsum in Grenzen zu halten und stattdessen frisch zu kochen. Und frisch, meine Lieben, ist eine vegane Ernährung oft sogar günstiger! Wer auf pflanzliche Grundnahrungsmittel wie Hülsenfrüchte, Getreide, Gemüse und Obst setzt, spart Geld – denn diese Lebensmittel sind meist preiswert, sättigend und sehr nahrhaft. Insgesamt ist eine vegane Ernährung also so teuer oder so günstig, wie man sie halt eben gestaltet – genau wie jede andere Ernährungsweise auch.
Heute ist das einzige, das ich an meiner Entscheidung bereue, es nicht früher gemacht zu haben… Mich damit zu beschäftigen, was ich esse, trage, unterstütze… Wie kann es extremistisch, radikal, nervig oder unnormal sein, keine Tiere quälen und töten zu wollen? Meiner Meinung nach sollte das die Norm sein. 🥹
Liebe Freund*innen, Familie, Bekannte, Follower, liebe Menschen,…
hiermit bitte ich euch alle, genug Kraft zu sammeln, um euch nur ein einziges Mal!!!!!! diesen Film anzuschauen: „Earthlings“ (https://youtu.be/WqT5g9y4dmE) (2005, Regie: Shaun Monson). Kostenlos auf Youtube… 1 Stunde 35 Minuten und 40 Sekunden des eigenen Lebens zu investieren … ihn bis zum Ende zu schauen, auch wenn es schwerfällt. Der Film ist ein paar Jährchen alt, aber es hat sich bis heute leider nicht genug daran geändert, wie wir mit anderen Lebewesen und unserer Umwelt umgehen.
Die Hauptkritikpunkte dieses Films an der Tierindustrie sind:
- systematische Ausbeutung und Misshandlung von Tieren
- fehlende Transparenz und Verdrängung der Realität
- kommerzielle Interessen über Mitgefühl und Ethik
- Missbrauch in Bereichen wie Ernährung, Kleidung, Unterhaltung und Tierversuchen
Der Film kritisiert vor allem, wie selbstverständlich Tiere für menschliche Zwecke benutzt und getötet werden – meistens unter grausamen Bedingungen…
„Ich kann so etwas nicht anschauen.“
Die Tiere können sich nicht einfach dagegen entscheiden, Teil unserer Systeme zu sein – aber jede*r Einzelne von uns kann die eigene Lebensweise hinterfragen und ändern, sich entscheiden hin zu schauen. Dafür ist es nie zu spät. Sich bewusst zu machen, was wir Menschen tun, und sich zu zwingen, die Realität zu sehen – das ist das Mindeste, was wir den Lebewesen, denen wir ungeheuerliches antun schuldig sind. Was bedeutet es, einen schönen Tag im Zoo zu haben, ein Glas Milch zu trinken, ein Stück Fleisch zu essen, Lederschuhe zu tragen? Tiere werden eingesperrt, ausgebeutet, gequält. Ihnen werden ihre Liebsten genommen. Sie werden getötet und gegessen. 😔😔😔
Für alle, bei denen Mitgefühl für andere Lebewesen allein nicht ausreicht, um ein Bewusstsein für das Thema zu schaffen, möchte ich die Filme „Cowspiracy“ (2014) und „Seaspiracy“ (2021) empfehlen. Der Fokus liegt hier weniger auf Tierleid, sondern vielmehr auf den globalen Auswirkungen unseres Konsumverhaltens – insbesondere in Bezug auf Nachhaltigkeit, Umweltzerstörung und Ressourcenverschwendung.
- Die Tierhaltung verursacht mehr Treibhausgase als der gesamte Verkehrssektor weltweit (FAO, 2013; Cowspiracy, 2014).
- Eine pflanzliche Ernährung reduziert den Wasserfußabdruck drastisch – z. B. werden für 1 kg Rindfleisch rund 15.000 Liter Wasser benötigt (Water Footprint Network).
- Über 70 % der weltweiten Agrarflächen werden für die Tierhaltung oder den Anbau von Tierfutter genutzt (FAO, 2023).
- Die industrielle Fischerei zerstört Meeresökosysteme und verursacht massiven Beifang (Seaspiracy, 2021).
- Weltweit hungern Millionen Menschen, während ein Drittel der weltweiten Getreideernte an Tiere verfüttert wird (Worldwatch Institute).
- Tierische Produkte sind extrem ineffizient im Vergleich zur direkten Nutzung pflanzlicher Nahrung (IPCC, 2019).
Welches Argument hält diesen – unabhängig davon, dass wir wirklich auch einfach Mitgefühl für andere Lebewesen haben sollten – noch stand? Wenn du etwas für den Planeten tun willst, reicht es nicht, kürzer zu duschen oder weniger Auto zu fahren – die wirksamste Maßnahme ist eine pflanzliche Ernährung (Poore & Nemecek, Science, 2018).
Und Leute, kommt schon … wir leben hier alle zusammen auf dieser Erde. Wir sollten uns nicht über Menschen anderer Herkunft, mit anderen Ansichten, Kulturen oder Sprachen stellen – und wir sollten uns auch nicht über andere Spezies stellen. 😔
Und alle, die jetzt noch immer auf gar keinen Fall diese schrecklichen Bilder sehen möchten, biiiiiitte ich, sich zumindestens diesen Talk von Ed Winters geben:
Beim vegan leben geht es nicht einfach um eine bestimmte Ernährungsweise, sondern darum, eine Haltung einzunehmen. Der Verzicht auf tierische Produkte muss kein Verlust sein – viel mehr ist es ein Gewinn an Mitgefühl, Bewusstsein und Verantwortung. Was am Anfang vielleicht wie eine Einschränkung erscheint, fühlt sich für mich heute wie eine sehr bereichernde Veränderung an. Denn statt etwas „wegzulassen“, habe ich mich dazu entschieden, Leid zu vermeiden und die Umwelt zu entlasten.
Es gibt natürlich viele weitere Themen über tierische Produkte und das Essen von Lebewesen hinaus, die sich um die Rechte und das Wohl von Tieren drehen, wie zum Beispiel, welche Daseinsberechtigung Zoos haben. Ich habe da persönlich aber gerade keine Energie mehr für… Ich lasse euch ein Video zu dem Thema da, welches mich damals sehr zum Nachdenken angeregt hat und schreibe vielleicht wann anders nochmal etwas dazu nieder. Für heute muss das hier aber reichen.
Ich würde mir sooooo wünschen, eventuell ein oder zwei von euch zum Nachdenken gebracht zu haben. 🩷 Bei manchen kommt der Funke eventuell erst ein bisschen später oder im schlimmsten Fall nie an. Aber heute glaube ich daran, ganz vielleicht jemanden angesprochen zu haben und der Anstoß für eine Veränderung gewesen zu sein.
„Es nimmt uns Menschen nichts weg, gütig zu Tieren zu sein.„
–> „Earthlings“ (2005, Regie: Shaun Monson)
Liebe Grüße 🫶